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Die grosse Last

Die große Anstrengung im Dasein rührt vielleicht insgesamt von dieser enormen Mühe her, die wir zwanzig, vierzig, noch mehr Jahre lang aufwenden, um vernünftig und nicht einfach nur schlicht und zutiefst wir selber zu sein, also schmutzig, widerlich, absurd. Es ist ein Alptraum, den humpelnden Untermenschen, der wir sind, immer und ewig, von früh bis spät als Übermenschen erscheinen zu lassen, als kleines Universalideal. (Céline)

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Literatur

Vierundzwanzig Stunden

Nur einfach so leben, da wär man ja bald reif für die Klapsmühle! Das Leben ist ein Klassenzimmer, und der Aufseher darin ist die Langeweile, sie ist die ganze Zeit da, um uns zu beäugen, wir müssen so tun, als wären wir beschäftigt, koste es, was es wolle, mit irgendwas ganz Tollem, sonst kommt sie und frisst einem das Hirn weg. Ein Tag, der nur ein schlichter Tag von vierundzwanzig Stunden wäre, der wäre ja nicht auszuhalten. Ein Tag muss ein einziges lang gestrecktes Vernügen, fast unerträgliches Vergnügen sein, ein Tag muss ein langer Koitus sein, ob mans nun will oder nicht. (Céline)

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professor lobeck raet 73!

…claudia roth…die grünen…Parteitag…hochgevögelt…literatur für anfänger…hans kudszus..

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Es zisselt

Viele Möglichkeiten gibt es nicht dem Prekariat zu entkommen. Mir hat das Schicksal gnädigerweise den Weg in den Asbestbunker gewiesen. Dort hört man sie nur aus der Ferne. Es klingt wie eine Invasion von Irren, geremixt mit Hits aus den 70ern, 80ern, 90ern und den besten von heute. Die werden allerdings nur so kurz angespielt, dass die verklärten Frauenblicke gerade noch die vorgestellten Gesichtsejakulationen der besten Freunde ihrer Freunde wahrnehmen, aber nicht reagieren können. Keine Ahnung was passiert, wenn der FFH-Idiot nicht alle 30 Sekunden einen neuen Titel anspielt. Wahrscheinlich würde die Prekariatspopulation die Arbeitslosenquote von morgen manipulieren. Das wäre das bloße Leben!

„Ein schönes Gesicht ist vielleicht der einzige Ort, wo wahrhaft Stille ist. Während der Charakter durch ungesagte Worte und unverwirklicht gebliebene Absichten in das Gesicht Spuren eingräbt, während ein Tier immer so blickt, als wolle ihm eben ein Wort entfahren, öffnet die menschliche Schönheit das Antlitz dem Schweigen. Aber das Schweigen, das hier statthat, ist nicht nur Aussetzung der Rede, sondern Schweigen des Wortes selbst, Sichtbarwerden des Wortes: Idee der Sprache. Darum ist das Schweigen des Gesichts wahrhaft die Heimat des Menschen.“ Giorgio Agamben

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Literatur

Liebe Tod und mehr

Da jede Hoffnung auf Vereinigung durch die Gewißheit des materiellen Tods vernichtet wird, ist es unvermeidlich, daß sich Eitelkeit und Grausamkeit weiter ausbreiten. Und in ihrer kompensatorischen Funktion, ergeht es der Liebe genauso.

Michel Houellebecq, Elementarteilchen

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Literatur

Bin wieder da!

Wochenbrevier

Am Montag fängt die Woche an.
Am Montag ruht der brave Mann,
das taten unsre Ahnen schon.
Wir halten streng auf Tradition.

Am Dienstag hält man mit sich Rat.
Man sammelt Mut und Kraft zur Tat.
Bevor man anfängt, eins, zwei, drei,
bums – ist der Dienstag schon vorbei.

Am Mittwoch faßt man den Entschluß:
Bestimmt, es soll, es wird , es muß,
mag kommen, was da kommen mag,
ab morgen früh am Donnerstag.

Am Donnerstag faßt man den Plan:
Von heute ab wird was getan.
Gedacht, getan, getan, gedacht,
Inzwischen ist es wieder Nacht.

Am Freitag geht von alters her,
was man auch anfängt, stets verquer,
Drum ruh dich aus und sei belehrt:
Wer gar nichts tut – macht nichts verkehrt.

Am Samstag ist das Wochen-End,
da wird ganz gründlich ausgepennt.
Heut anfangen, lohnt sich nicht.
Die Ruhe ist des Bürgers Pflicht.

Am Sonntag möcht man so viel tun.
Am sonntag m u ß man leider ruhn.
Zur Arbeit ist es nie zu spät.
O Kinder, wie die Zeit vergeht.

(Fred Endrikat)

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echt g(k)ra(ss)

Wäre unserem günter (eurer moralischen instanz) wohl so ’ne karriere gelungen, hätte er es in den nahen nachkriegsjahren schon gebeichtet? Ist günner so vorausschauend in seiner eigenvermarktung, dass er schon direkt nach dem krieg wusste: meine mitgliedschaft in der waffen ss wird der verkaufsschub meiner biographie, die im herbst 06 erscheint? Wird die blechtrommel jetzt nicht mehr im gymnasium, sondern nur noch in der hauptschule gelesen, oder sogar völlig umgedeutet? Wird ihm der nobelpreis weggenommen und dafür das bundesverdienstkreuz verliehen? Oder kann er jetzt endlich ganz ungeniert und öffentlich mit horst (rafmöchtegernhitler) mahler ein pils zischen? Ob sich wohl willy (unser bester) brandt unterm gras(s) rumdrehen würde, wenn er das wüsste? Liest gerhard (g(r)as(s)) schröder trotzdem alle bücher von onkel günnä nochmal? Wehrt ehrlich doch am längsten?

Fragen über Fragen, keine Antworten! Wie immer!

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ebooks kostenlos

Von max und moritz bis zur „kritik der reinen vernunft“ als downloadbar. Und ab geht die post.

über…

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Bullshit

“ Wenn das, was du tust, nicht wahrhaftig ist, dann ist es egal, ob du bekommst, was du willst, oder nicht – denn das, wovon du denkst, dass du es willst, ist nicht das, was du wirklich willst. Nur wenn das Leben wahrhaftig ist, ist es auch harmonisch.“

Ein unglaublich geiles Interview über Bullshit und Wahrheit.

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Teilchen vom Elementaren

Es läuft ja gerade der Film „Elementarteilchen“ der auf dem Gleichnamigen Roman von Michel Houellebecq basiert. Da ich mir nicht vorstellen kann, dass dieses komplexe Werk in 90 min. Film untergebracht werden kann, lese ich lieber noch mal das Buch. Allerdings muss ich auch dazu sagen, das der Roman zu den Top Five meiner gelesenen Bücher gehört und in so einem Fall wird man ja immer vom Film enttäuscht.

Vorhin habe ich es durchblättert und diese Stelle entdeckt: